27. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für Seitan ganz einfach selbst herstellen · Kategorien: Allgemein, Veganer sein, Vegetarier sein, Vegetarische Rezepte, Vegetarisches Essen · Tags:

Seitan ist ein Fleischersatz aus Weizengluten und eine tolle Alternative für alle, denen Tofu auf Dauer zu langweilig ist oder gar eine Sojaunverträglichkeit haben. Seitan ist fester als Tofu und lässt sich ganz nach Geschmack würzen. Das fertige Seitan im Bioladen ist recht teuer, dafür lässt es sich einfach und günstig selbst machen. Es gibt verschiedene Wege, um Seitan selbst herzustellen. Entweder man verwendet Seitanfix mit Glutenmehl oder macht das Seitan von Anfang an mit normalem Mehl selbst. Auch bei der Verarbeitung des Teigs kann man variieren. Hier gibt es die besten Möglichkeiten, wie man einfach und günstig ein leckeres Seitan bekommt.

Seitan aus normalem Mehl herstellen:

Für den Teig:



1000 g Mehl (Weizenmehl)
600 ml Wasser

Für den Sud:

2 Liter Gemüsebrühe
2 EL Tomatenmark oder 100 ml passierte Tomaten
n. B. Gewürze

Seitan - Fleischersatz aus Weizen

Seitan – Fleischersatz aus Weizen

Um Seitan selbst aus Mehl zu machen, braucht man zunächst eine Teig. Dazu vermischt man das Wasser und das Mehl in einer Schüssel und knetet mindestens 10 Minuten. Das kommt einem sehr lange vor, ist aber wichtig, damit die Konsistenz schön fest wird. Wer will, kann das Kneten mit dem Knethaken erledigen.
Wenn der Teig gut durchgeknetet ist, füllt man eine Schüssel mit lauwarmen Wasser und lässt den Teig mindestens 30 Minuten darin einweichen.

In der Zwischenzeit lässt sich der Würzsud vorbereiten. Hierfür setzt man in einem großen Topf eine Brühe an. Je nach Geschmack gibt man Tomatenmark oder passierte Tomate, Kräuter und Gewürze dazu. Lorbeerblätter und Kräuter sorgen für einen mediterranen Geschmack, Sojasauce und Paprika- oder Chilipulver sorgen für einen kräftigen Geschmack. Die Brühe darf ruhig etwas überwürzt sein, nur so bekommt das Seitan einen guten Geschmack. Den Sud lässt man in Ruhe köcheln und wendet sich nun wieder dem Teig zu.

Teig zu Seitan kneten

Jetzt geht es an die Arbeit: Der Teig muss im Wasser gut durchgeknetet werden, dabei wird das Wasser milchig-trüb, weil der Teig langsam zerfällt. Durch ein feinmaschiges Sieb gießt man das Wasser ab und füllt die Schüssel wieder mit lauwarmen Wasser auf. Jetzt geht es wieder ans Kneten. Dieses „Auswaschen“ wiederholt man circa zehn Mal. Hier ist Ausdauer gefragt. Am Ende bleibt ein klebriger Teig übrig, der nur noch aus dem Weizenkleber Gluten besteht.

Aus dem Teig schneidet man jetzt Stücke. Entweder Scheiben, die am Stück angebraten werden oder Würfel, je nach Belieben und Verwendungszweck. Diese Stücke köcheln nun für circa 45 Minuten im Sud. Dabei werden sie ziemlich groß. Falls der Topf nicht groß genug ist, bietet es sich an, in mehren Etappen zu kochen. Beim Kochen erfordert die richtige Konsistenz etwas Übung. Leider passiert es oft, dass das Seitan zu weich und wabbelig bleibt. In diesem Fall kann man das Seitan einfach noch für 20 Minuten bei 175°C in den Ofen stellen.

Nach dem Kochen können die Seitanstücke mit Öl und ein paar Löffel des Würzsuds in einer Schüssel im Kühlschrank einziehen, so zieht der Geschmack noch besser in das Seitan ein und ist dann fertig zum Grillen und Braten.

Alternative zum Kochen: Backen

Der Teig, egal ob selbst ausgewaschen oder mit Seitanfix hergestellt, kann statt im Wasser gekocht auch im Backofen gebacken werden. Der Vorteil: Das Seitan wird fester. Dafür würzt man den Teig direkt und formt daraus eine Rolle, bepinselt sie mit Öl und packt diese mit Alufolie ein. Dann geht die Teigrolle bei 220 °C für 45 Minuten in den Backofen. Danach kann man die Rolle wie einen Braten in Scheiben schneiden, direkt nach Belieben verwenden oder in der Pfanne anbraten.



Seitan selbst herstellen – die „fixe“ Version

Mit fertigem Glutenmehl geht der ganze Prozess etwas schneller. Man mischt das Seitanfix mit der angegeben Menge an Wasser und fügt je nach Geschmack Gewürze hinzu. Dann geht es auch hier ans Kneten. Wenn ein glatter Teig entstanden ist, schneidet man die gewünschten Stücke heraus und kocht das Seitan genauso wie oben beschrieben im Sud für 45 Minuten oder gibt die Teigrolle ebenfalls bei 220 °C für 45 Minuten in den Backofen.

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